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IOW-Auszubildende als Firmenrepräsentanten im Gymnasium Schönau – Erste Schritte in Richtung Berufswahl

Die Schülerinnen und Schüler standen neuerlich im Fokus der IOW-Mitgliedsfirmen. Angesichts der sich ändernden Bevölkerungsstruktur ist es notwendig, den jungen Menschen zu zeigen, dass das Obere Wiesental mit seinen Firmen von Weltniveau neben einer hochwertigen Tourismusregion attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze, vor allem auch in Studienberufen bietet.

Um den Jugendlichen die Berufswahl zu erleichtern wurde gemeinsam mit dem BOGY-Beauftragten des Gymnasiums Schönau, Matthias Blaznik, ein Konzept entwickelt, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 die ersten Schritte in Richtung Berufswahl zu erleichtern. Hauptakteure waren dabei Studierende aus den IOW-Firmen, die in Eigenregie ein Manuskript für eine zweistündige Unterrichtseinheit erstellten. Hierbei wirkten Holger Rühl (Heinzmann), Lars Hölzle (SUNSTAR Interbros) und Yannick Oster (Zahoransky) mit. Dominik Hierholzer (Heinzmann) überarbeitete die Präsentation, bei der alle IOW-Mitglieder vorgestellt wurden. Unter der Moderation von Lars Hölzle präsentierten die Mitwirkenden eine Abfolge von Informationspaketen. Aus der Fülle von 24 Ausbildungs- und Studienberufen, die der IOW bereithält, wurden beispielhaft diejenigen Berufe näher vorgestellt, die für Abiturienten besonders geeignet sind. Als methodisches Konzept wählte man für die 9. Klassen eine Talkshow, in der Moderator Lars Hölzle die Beteiligten über ihre Motivation befragte, genau diesen Werdegang zu verfolgen, der sie bis zur Ausbildungsfirma brachte. BOGY-Beauftragter Matthias Blaznik begrüßte die vier Repräsentanten, von denen drei das Schönauer Gymnasium besucht hatten. Scherzhaft bedauerte er den vierten Mitwirkenden Holger Rühl, dem das leider nicht vergönnt war. Holger Rühl hat sich nach einem erfolgreichen G8-Abitur im Internet umgesehen, zunächst für ein Praktikum in Elektrotechnik. Dieses hat ihn jedoch dazu bewogen, sich dem Maschinenbau zuzuwenden. Er ist vom Schwäbischen ins Obere Wiesental umgezogen, weil er bei der Firma Heinzmann erfolgreich einen Dualen Ausbildungsplatz bekam.

Yannick Oster startete mit einem Praktikum bei Zahoransky. Es gefiel ihm auf Anhieb so gut, dass er sich dort auch für die Duale Ausbildung im Fach Maschinenbau bewarb und angenommen wurde.
Dominik Hierholzer ging einen steinigeren Weg: die Zusage für sein erstes Praktikum wurde zurück gezogen, und so musste er ganz kurzfristig einen neuen Platz zuchen. Bei der Fa. Heinzmann fand er dann ein Unterkommen. Auch er wurde nach erfolgreich absolviertem Praktikum in die Duale Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur übernommen. Lars Hölzle war bei der Fa. Sunstar Interbros im Praktikum, bevor er dort auch seinen Dualen Ausbildungsplatz im Fach BWL Fachrichtung Industrie annahm.

Im Frage-Antwort-Spiel wurde auf unterhaltsame, aber informative Art geklärt, was in den Studienberufen gelernt wird, was man dann in den Unternehmen tatsächlich arbeitet. Vielen Schülerinnen und Schülern war der IOW hauptsächlich als Ausrichter des Berufsorientierungstages ein Begriff. Welche Ziele und Projekte der IOW obendrein verfolgt, wurde im Gespräch ausgeführt.
Nach dem “Talk” ging es dann an praktische Fragestellungen: Wie läuft ein DHBW-Studium ab? Wo liegen die Vorteile eines DHBW-Studienganges? Arbeitet man in der Firma richtig mit und werden die Sachen auch verwertet? Wie gestaltet sich der Wechsel zwischen Theorie und Praxis? Wie ist so ein Arbeitstag? Wie kommt man mit den Kolleginnen und Kollegen klar? Wie lang dauert das Studium? Wie ist das studentische Freizeit-Leben an einer DH? Alle Auszubildenden studieren an der Dualen Hochschule in Lörrach und bestätigten, dass sie von dem verdienten Geld leben könnten und ihre Arbeitsleistung voll in die Firma einfließe, man arbeitet also nicht “für die Schublade”.

Als Wichtigstes sehen die Ausbildungsbotschafter, dass man die Berufswahl nicht erst kurz vor dem Abitur angeht, sondern sich frühzeitig anhand von mehreren Praktika einen Überblick verschafft, somit könne man auch ausschließen, dass der Traumberuf sich später als Seifenblase entpuppe. Praktika könne man bei den IOW-Firmen in jeder Form absolvieren, vom Ferienpraktikum bis zu Schnupperpraktika am Nachmittag. Man kann sich auch vom Unterricht freistellen lassen, um ein Praktikum zu absolvieren. Auch Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, Firmen kennen zu lernen.
Die Neuntklässler unterzogen sich nach dem Info-Talk einem schriftlichen Test, um das erworbene Wissen zu festigen.
Ein enormer Vorteil einer Ausbildung vor Ort sei, dass man das Vereinsleben und die Freundschaften weiter pflegen könne und auf die ganzen Freizeitaktivitäten, die das Obere Wiesental auch als Anbieter vieler Sportarten bereit hält, nicht verzichten müsse. Besonders betont wurde, dass man in den Betrieben auf ganz unerwartete Anforderungen treffen könne. Insbesondere seien sprachbegabte und -interessierte Auszubildende gefragt, die in den internationalen Betriebsstätten für die Kontakte und Verhandlungen mit ausländischen Kunden und Technikern benötigt würden. Daher bieten nahezu alle IOW-Betriebe auch die Möglichkeit zur Auslandserfahrung. Das überraschte viele SchülerInnen die den hier ansässigen Firmen in dieser Fachrichtung wohl nicht so viel zugetraut hatten. Junge Menschen mit Interesse an wirtschaftlichen oder technischen Zusammenhängen und Freude an Sprachen sind daher auch jederzeit willkommene Praktikanten in den Unternehmen. BOGY-Beauftragter Matthias Blaznik und Schulleiter Gustav Albiez sehen diese Form von Berufsorientierung als willkommene Ergänzung, die Jugendlichen frühzeitig bei der Berufsfindung zu unterstützen. Diese erfolgversprechende Präsentation berufskundlicher Inhalte durch Auszubildende wird man weiter ausbauen und die Riege der Berufsorientierenden Maßnahmen am Gymnasium (BOGY) einfügen. Für die 11. Klassen haben sich die Studierenden ebenfalls schon eine spannende Darbietung der Studien- und Berufswelt ausgedacht.

 


Lars Hölzle, Dominik Hierholzer, Holger Rühl, Yannick Oster


Klasse 9

http://www.i-o-w.org

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