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IOW-Auszubildende als Firmen- Repräsentanten im Gymnasium Schönau

Neuntklässlerinnen und Neuntklässler standen erneut im Fokus der IOW-Mitgliedsfirmen. Angesichts der sich ändernden Bevölkerungsstruktur ist es notwendig, den jungen Menschen zu zeigen, dass das Obere Wiesental mit seinen Firmen von Weltniveau neben einer hochwertigen Tourismusregion attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze, vor allem auch in Studienberufen bietet.
Um den Jugendlichen die Berufswahl zu erleichtern wurde gemeinsam mit dem Gymnasium Schönau ein Konzept entwickelt, den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9 die ersten Schritte in Richtung Berufswahl zu erleichtern.

Kurz vor der Corona bedingten Schließung der Schulen konnte die Veranstaltung mit den Jugendlichen durchgeführt werden.
Hauptakteure waren dabei Studierende aus den IOW-Firmen, die in Eigenregie ein Manuskript für eine zweistündige Unterrichtseinheit erstellten. Hierbei wirkten Tobias Feuerbach, EWS, Janna Küchle, ebenfalls EWS und Nadine Mutter, ZAHORANSKY mit.

Nadine Mutter (ZAHORANSKY), Tobias Feuerbach (EWS), Janna Küchle (EWS)

 

Unter der Moderation von Tobias Feuerbach präsentierten die Mitwirkenden eine Abfolge von Informationspaketen. Aus der Fülle von 24 Ausbildungs- und Studienberufen, die der IOW bereithält, wurden beispielhaft diejenigen Berufe näher vorgestellt, die für Abiturienten besonders geeignet sind, Schwerpunkt war das Duale Studium, das Praxis und Studium verbindet.
Als methodisches Konzept wählte man für die 9. Klassen eine Talkshow, in der Moderator Tobias Feuerbach die Beteiligten über ihre Motivation befragte, genau diesen Werdegang zu verfolgen, der sie bis zur Ausbildungsfirma brachte.

Tobias Feuerbach aus Müllheim fährt täglich über den Pass zu den EWS in Schönau, wo er in Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt Sales und Consulting ausgebildet wird. Seinen ersten Berufswunsch Humanmedizin konnte er aufgrund des Numerus Clausus nicht verwirklichen, er ist mittlerweile jedoch auch froh, dass seine vielseitigen Fähigkeiten im Fach Wirtschaftsinformatik gefördert werden.

Janna Küchle lernt ebenfalls bei den Elektrizitätswerken Schönau und absolviert ein Studium zur Wirtschaftsinformatikerin. Sie hat erst im Herbst 2019 mit dem Studium begonnen und erzählt, dass sie ebenfalls über das Praktikum in die Firma gekommen sei.

Nadine Mutter erläutert, dass es für diejenigen, die sich nicht zwischen Wirtschaft und Technik entscheiden könnten, ein Studium gibt, das beides vereint: das Wirtschaftsingenieurwesen. Für dieses habe sie sich entschieden und freut sich, dass sie sowohl im Büro als auch in der Produktion tätig sei. Sie kommt aus Breisach und absolviert Teile ihrer Ausbildung in Freiburg, um von der weiten Anfahrt entlastet zu sein.


Im Frage-Antwort-Spiel wurde auf unterhaltsame, aber informative Art geklärt, was in den Studienberufen gelernt wird, was man dann in den Unternehmen tatsächlich arbeitet. Vielen Schülerinnen und Schülern war der IOW hauptsächlich als Ausrichter des Berufsorientierungstages ein Begriff. Welche Ziele und Projekte der IOW obendrein verfolgt, wurde im  Gespräch ausgeführt.
Nach dem “Talk“ ging es dann an praktische Fragestellungen: Wie läuft ein DHBW-Studium ab? Wo liegen die Vorteile eines DHBW-Studienganges? Arbeitet man in der Firma richtig mit und werden die Sachen auch verwertet? Wie gestaltet sich der Wechsel zwischen Theorie und Praxis? Wie ist so ein Arbeitstag? Wie kommt man mit den Kolleginnen und Kollegen klar? Wie lang dauert das Studium? Wie ist das studentische Freizeit-Leben an einer DH?
Alle Auszubildenden studieren an der Dualen Hochschule in Lörrach und bestätigten, dass sie von dem verdienten Geld leben könnten und ihre Arbeitsleistung voll in die Firma einfließe, man arbeitet also nicht „für die Schublade“.

Als Wichtigstes sehen die Ausbildungsbotschafter, dass man die Berufswahl nicht erst kurz vor dem Abitur angeht, sondern sich frühzeitig anhand von möglichst mehreren Praktika einen Überblick verschafft, somit könne man auch ausschließen, dass der Traumberuf sich später als Seifenblase entpuppe. Praktika könne man bei den IOW-Firmen in jeder Form absolvieren, vom Ferienpraktikum bis zu Schnupperpraktika am Nachmittag. Man kann sich auch vom Unterricht freistellen lassen, um ein Praktikum zu absolvieren. Auch Ferienjobs sind eine gute Möglichkeit, Firmen kennen zu lernen.

Ein enormer Vorteil einer Ausbildung vor Ort sei, dass man das Vereinsleben und die Freundschaften weiter pflegen könne und auf die ganzen Freizeitaktivitäten, die das Obere Wiesental auch als Anbieter vieler Sportarten bereit hält, nicht verzichten müsse.

Besonders betont wurde, dass man in den Betrieben auf ganz unerwartete Anforderungen treffen könne. Insbesondere seien sprachbegabte und -interessierte Auszubildende gefragt, die in den internationalen Betriebsstätten für die Kontakte und Verhandlungen mit ausländischen Kunden und Technikern benötigt würden. Daher bieten nahezu alle IOW-Betriebe auch die Möglichkeit zur Auslandserfahrung. Das überraschte viele SchülerInnen die den hier ansässigen Firmen in dieser Fachrichtung wohl nicht so viel zugetraut hatten.

Die NeuntklässlerInnen unterzogen sich nach dem Info-Talk einem schriftlichen Test, um das erworbene Wissen zu festigen. Schließlich erläuterten die AusbildungsbotschafterInnen an der Medientheke, wie man sich im Internet auf die Suche nach einem Praktikumsplatz macht und was im Bewerbungsschreiben stehen sollte. Hierzu kann man direkt von der Internetseite des IOW (www.i-o-w.org) auf alle Praktika und Ausbildungsberufe zugreifen, die von den Unternehmen und Städten im IOW angeboten werden.

Janna Küchle ließ eine Sammlung mit Bewerbungsunterlagen herum gehen und stellte den Qualipass vor. Die Jugendlichen sahen sich diese Dokumente lebhaft interessiert an.

Beides sei hilfreich bei Bewerbungen für die ersten Begegnungen mit der Arbeitswelt. In der Mappe kann man alle Dokumente sammeln, womit man sich beschäftige, sei es Sport, Ehrenamt, Vereinsleben, Praktika und Projekte, schon während der Schulzeit.
Jedes Mal, wenn man an einem Projekt mitgewirkt habe, auch Vereinsmeisterschaften, ein spezieller Kurs oder ehrenamtliches Engagement, solle man sich dies bestätigen lassen.

Auch der Qualipass, ein Dokument für Nachweise von Praktika und ehrenamtlichen Aktivitäten oder Projekten gibt den Firmen Auskunft über Engagement und Fähigkeiten, bei einer Bewerbung komme  es nicht mehr allein auf die Noten an, sondern auf ein Gesamtbild der zukünftigen Auszubildenden.
Je umfassender sich Praktikanten oder Auszubildenden darstellten, umso größer die Chancen für Praktikum und Ausbildungsplatz.

Junge Menschen mit Interesse an wirtschaftlichen oder technischen Zusammenhängen und Freude an Sprachen sind daher auch jederzeit willkommene PraktikantInnen in den Unternehmen.
Diese Form von Berufsorientierung ist ein willkommener Baustein, die Jugendlichen frühzeitig bei der Berufsfindung zu unterstützen. Diese erfolgversprechende Präsentation berufskundlicher Inhalte durch Auszubildende wird man weiter ausbauen und die Riege der Berufsorientierenden Maßnahmen am Gymnasium (BOGY) einfügen.

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