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IOW: Berufsorientierung am Gymnasium Schönau

Immer wieder musste der Termin coronabedingt verschoben werden, und schließlich konnte die Heranführung an die Berufswelt durch den Initiativkreis Oberes Wiesental e.V. (IOW) in den 9. Klassen des Gymnasiums durchgeführt werden.

Die Veranstaltung fand im Hybridmodus statt: die beiden Studierenden der DHBW-Lörrach, Janna Küchle (EWS) und Christian Schneider (Interbros) waren per Videokonferenz aus ihren Büros zu sehen, Michaela Renz, die Koordinatorin des IOW stand persönlich im Klassenzimmer.

Aufgrund plötzlich aufgetretener technischer Tücken mussten die drei Akteure ihre Flexibilität unter Beweis stellen und haben eine Kombination aus Videokonferenz, Telefoninterview und Live-Modul aus dem Ärmel geschüttelt.

Zuerst wurde den Klassen der IOW und seine Aufgaben vorgestellt. Die Firmen mit den Städten Schönau (GVV) und Todtnau bieten Arbeits- und Ausbildungsplätze im Oberen Wiesental, bis hinunter nach Zell an, Insgesamt arbeiten in den IOW-Unternehmen ca. 2000 Menschen, und es werden über 90 Lehrlinge und Studierende der Dualen Hochschulen ausgebildet. In den IOW-Unternehmen und den Städten Schönau (GVV) und Todtnau werden 25 Berufe ausgebildet
Der IOW setzt sich dafür ein, Menschen, die sich unserer Region verbunden fühlen zu informieren, welche Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten es „vor der eigenen Haustüre“ gibt. Hierfür organisiert und engagiert sich der IOW mit Tagen der Offenen Tür, Berufsorientierungsbörsen, beteiligt sich im Rahmen von Schulprojekten an allen Schulen und unterstützt Vorhaben in der Region, die der Bevölkerung zugutekommen.

Unter der Moderation von Michaela Renz schilderten die Mitwirkenden Janna Küchle und Christian Schneider im Telefoninterview, wie sie zu ihrem Beruf und der Ausbildungsfirma fanden, welche Motivation sie hatten, im Oberen Wiesental zu arbeiten. Christian Schneider fährt täglich vom Dreisamtal zu seinem Arbeitgeber Interbros, er absolviert bereits sein zweites Studium. Im ersten hat er BWL-Industrie gelernt, nun macht er seinen Master in Wirtschaftsingenieurwesen. Im Laufe seiner Berufsfindung hat er auch in eine Ausbildung bei der Bank hineingeschnuppert.

Auch Janna Küchle schlidderte nicht geradewegs in ihren Ausbildungsberuf „Wirtschaftsinformatikerin“.

Zunächst wollte sie einen Erziehungsberuf ausüben, über einige Praktika in unterschiedlichen Berufsfeldern entschied sie sich dann für die Duale Ausbildung zur Wirtschaftsinformatik.
Sie bestätigt, dass dieser Beruf zwar männerdominant sei, sie aber gut in das Team passe und die Kollegen sie nicht ausgrenzen, im Gegenteil.
In den IOW-Unternehmen ist ausdrücklich gewünscht, dass Frauen sich für Berufe bewerben, die früher überwiegend von Männern ausgeübt wurden. Sie bereichern die Teamarbeit durch neue Blickwinkel und zusätzliche Aspekte. Der persönliche Vorteil der Dualen Ausbildung sei auch die gute Bezahlung und die hohe Wahrscheinlichkeit, nach einer Familienpause gleich wieder einsteigen zu können. Auch in eher mathematisch-technischen Berufen kann man Sprachbegabung einsetzen und pflegen, insbesondere haben viele Unternehmen Zweigstellen im Ausland, wo bereichernde Erfahrungen gesammelt werden können.

Im Frage-Antwort-Modus wurde geklärt, was in den Studienberufen gelernt wird, was man dann in den Unternehmen tatsächlich arbeitet. Im Telefoninterview gab es praktische Fragestellungen: Wie läuft ein DHBW-Studium ab? Wo liegen die Vorteile eines DHBW-Studienganges? Arbeitet man in der Firma richtig mit, und werden die Sachen auch verwertet? Wie gestaltet sich der Wechsel zwischen Theorie und Praxis? Wie ist so ein Arbeitstag? Wie lang dauert das Studium? Wie ist das studentische Freizeit-Leben an einer DH?
Die Auszubildenden bestätigten, man könne von dem verdienten Geld auch leben. Ein enormer Vorteil einer Ausbildung vor Ort sei, dass man das Vereinsleben und die Freundschaften weiter pflegen könne.

Als Wichtigstes empfehlen die Ausbildungsbotschafter, die Berufswahl nicht erst kurz vor dem Abitur oder der Mittleren Reife in die Hand zu nehmen, sondern sich frühzeitig anhand von möglichst mehreren Praktika einen Überblick zu verschaffen. So kann man ausschließen, dass der Traumberuf sich später als Seifenblase entpuppt. Praktika könne man bei den IOW-Firmen in jeder Form absolvieren, vom Ferienpraktikum über das BoGy-Praktikum bis zu Schnupperpraktika am Nachmittag.

Abschließend wurde das Thema „Bewerbung“ angesprochen. Für die Orientierung stellt der IOW einen Flyer bereit, auf dem alle Berufe beschrieben sind, einschließlich der Dauer der Ausbildung und den Tätigkeiten im Beruf. Der Flyer enthält alle AnsprechpartnerInnen, die Fragen nach Praktika oder Ausbildung beantworten. Man kann auch direkt von der Internetseite des IOW (www.i-o-w.org) auf alle Praktika und Ausbildungsberufe zugreifen, die von den Unternehmen und Städten im IOW angeboten werden. Janna Küchle und Christian Schneider empfehlen, bei den Bewerbungen auch anzugeben, welche Hobbys gepflegt werden, welche Praktika schon gemacht wurden und ob beispielsweise schon gejobbt wurde. Das rundet die Bewerbung ab und zeigt ein vielfältiges Bild der interessierten BewerberInnen.

 

Beitragsbild lizenzfrei bei www.pixabay.de

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